Unterstützen Sie mit Ihrem
Online-Einkauf unsere Schule!

Laden Sie sich die Bildungs-
spender-Toolbar für  Ihren
Internetbrowser herunter...

alt

Aktuelles 


 

Benefizkonzert der 9. Klasse und dem Oberstufenchor

Termin:

Freitag, 22. April 2016 um 18:30 Uhr im

Festsaal der FWS Oldenburg

Blumenhof 9, 26135 Oldenburg

 

 

 


Hauswirtschaftsunterricht an der FWS Oldenburg

Im Dezember 2015 startete erstmalig der Hauswirtschaftsunterricht an unserer Schule mit sieben Schülerinnen und Schülern der siebten Klasse.

In der kleinen Küche der zweiten Hortgruppe dürfen wir dankenswerterweise den Unterricht abhalten. In drei Stunden pro Woche beschäftigen wir uns mit theoretischen Fragen zur Hauswirtschaft wie Ernährungslehre, Einkauf, "Finanzen", Hygiene, Wäsche- und Raumpflege. Natürlich schwingen wir auch im praktischen Teil den Kochlöffel, sagen den ungebügelten Hemden und Blusen den Kampf an und fragen uns, warum der schnelle Griff ins Portemonaie zuweilen unklug sein kann. 

Wir wagen uns hier wie die Entdecker der neuen Welten auf völlig neues Gebiet unter dem Motto "Keine Angst vorm Butterfass!" 

 
Es grüßt herzlich
die Hauswirtschaftsgruppe der 7. Klasse
 
Betreuende Lehrkraft: Frau Bamberger

alt 

 


Vortrag von Elftklässlern in der St. Lambertikirche Oldenburg

...zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01.16 um 20 Uhr in der St. Lambertikirche

Ausgehend vom Geschichtsunterricht seit Ende des 9. Schuljahres hat sich die jetzige Klasse 11 mit den Hungertoten in der "Heil- und Pflegeanstalt Kloster Blankenburg" während der Nazizeit 1937-41 beschäftigt.
Dort wurden vor allem Jugendliche und Kinder mit geistigen und körperlichen Einschränkungen durch mangelnde medizinische Versorgung und Ernährung im Rahmen einer "verdeckten Tötung" ('Euthanasie', wie es beschönigend genannt wurde) ums Leben gebracht.

Durch über Monate immer wieder gruppenweise durchgeführte vom Medizinhistoriker der Uni Oldenburg Dr. Ingo Harms (Gedenkkreis Wehnen) angeleitete Schülerrecherchen in Landes-, Stadt- und Kirchenarchiven konnten 90 Namen der mittlerweile von Forschern wie Harms und Hanna Tilgner auf insgesamt 103 bezifferte Zahl der Toten durch Schüler dieser Klasse selbst anhand der Akten identifiziert werden.

Auf dem Gelände des Klosters Blankenburg fehlt bis heute, abgesehen von einem durch Ingo Harms vom Gedenkkreis Wehnen dort vor die Kirche gesetzten "Stolperstein", eine Markierung des heute vom Kesselhaus z.T. besetzten Friedhofs oder ein Hinweis auf die massenhafte Tötung vor Ort. 

Für 52 davon auf den Neuen Friedhof (Melkbrink/Rauhehorst) umgebettete in Blankenburg Getötete ist es angedacht demnächst durch Grabplatten und eine von Schülern gestaltete Infotafel dort Erinnerung und Gedenken zu ermöglichen. Dazu arbeiten Schüler der 11. Klasse eng mit der Friedhofsverwaltung und dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge zusammen.

Lotte Gott und Rasmus Helwig aus der 11. Klasse der Freien Waldorfschule Oldenburg berichten von ihren Forschungen, Eindrücken und vom Stand des Projekts.

Beginn des Vortrags ist um 20 Uhr in der St. Lambertikirche.
 
Betreuender Lehrer: Christian Hauck-Hahmann
 
 
alt

 


Klassenspiel der achten Klasse

"Die Rolle Deines Lebens - kann Spuren von Peer Gynt enthalten" von Bernd Storff

(Mit Mausklick auf die gewünschte Ansicht öffnet sich eine größere Version des jeweiligen Fotos.)
Fotos: Hergen Deuter

 

alt alt
alt alt
alt alt
alt alt
alt alt
alt alt
alt alt

 

 

 


Abiturienten unterstützen Flüchtlingsprojekt

Der Abiturjahrgang 2015 der Freien Waldorfschule Oldenburg unterstützt RadFix mit dem Verkauf ihres Abibuches
 

Die Abiturienten 2015 der Freien Waldorfschule Oldenburg haben vor drei Monaten ihr Abibuch veröffentlicht. Ein Buch mit 200 Seiten, in denen die 62 Schulabgänger, die Lehrer, den Schulalltag und sich gegenseitig portraitierten. Ein Buch, welches ganz ohne getanzten Namen auskommt. Dank großzügiger Werbepartner und guter Verkaufszahlen wurden mit dem Buch über 900€ erwirtschaftet. Dieses Geld spendet der Abiturjahrgang 2015 nun an das Oldenburger Flüchtlingsprojekt „RadFix“. Das Projekt RadFix betreibt seit dem Sommer 2014 ausschließlich mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in einer KGU (Kommunale Gemeinschaftsunterkunft) ein Fahrradselbsthilfeprojekt für Geflüchtete. Dabei stehen neben unterschiedlichsten Reparaturen vor allem Verkehrssicherheit und die Mobilität der BewohnerInnen im Mittelpunkt. Finanziert werden die laufenden Kosten, also die Anschaffung von Werkzeugen, Schlössern und Ersatzteilen ausschließlich durch Spenden.

alt

Klassenfoto Abiturjahrgang 2015


Spenden kann man nun auch durch den Kauf des Abibuches der Freien Waldorfschule Oldenburg. Denn auch der weitere Erlös kommt dem Projekt zugute. Die Bücher sind für 5 Euro im Sekretariat der Freien Waldorfschule (am Blumenhof) erhältlich. Der bezahlte Betrag geht zu 100% an RadFix. So helfen Sie mit dem Kauf des Buches, dass noch mehr Flüchtlinge sich mobil in Oldenburg bewegen können und Schulkinder aus den Unterkünften ihren Schulweg mit dem Fahrrad bestreiten können.

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Johannes Koch, Redaktionsleitung des Abibuches 2015

 

Johannes Koch
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 


Rede für die Oberstufe zum Schuljahresbeginn 2015/16

 

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer,

in der Oberstufe begegnen uns die Themen: Gerechtigkeit, Die Welt da draußen, Mut, echte Probleme, Situationen, in denen man denkt: „Seltsam, wie das klingt, riecht, aussieht, sich anfühlt…“

Große und schwierige Projekte. Tolle Erfolge. Wachsen. Manchmal denkt man: „Das geht doch gar nicht, das wird ja nie was... Der doch nicht! Mit der?“ Der Weg ins Freie. Grenzen überwinden. Etwas hinter sich lassen. Aufbrechen. Raus aus dem Haus. Ernsthaftigkeit. Verantwortung…

Spielerei, aber manchmal tiefsinnig, oder so voller Anspielungen, dass man nur das Wenigste davon versteht. Musik, die verwirrt, Malerei, die nicht mehr schön ist, aber ehrlich und wichtig. Dein Land verlassen, deinen Sitzsack, deinen Teddy, deine Eltern, deine Freunde, neue finden, dich selbst oder jedenfalls fast irgendwie…

Spüren: Es ist nicht selbstverständlich, was wir hier haben. Die Möglichkeiten, die Versorgung, die Reisen, die Freiheit, die Vielfalt, was wir werden können. Wie das alles geregelt ist und vorbereitet, vertraut und pünktlich, nicht so schlimm, nicht so gefährlich und ziemlich gemütlich…

Merken: Manche unserer Vorfahren und Verwandten sind selbst Flüchtlinge, einige sprachen immer Deutsch, manche auch andere Sprachen.

Wenn jemand motiviert ist, hierher zu kommen, könnte es ja auch eine gute Energie frei setzen. Wie viel Energie muss man haben, um über hunderte, tausende Kilometer durch Gefahren hierher zu kommen, so viele Kilometer wie Herr Erlank, Herr Antson, Frau Rector oder meine Tante, auf deren Trauerfeier ich letzte Woche in Stockholm war, wo sie in den 1950ern meinen Onkel traf und heiratete, der genauso ein „Wirtschaftsflüchtling“ war wie sie.

Vielleicht denken wir jetzt, da nun eine knappe Million Flüchtlinge unter großen Gefahren, z.T. aus Kriegsgebieten nach Deutschland kommt, mal drüber nach, dass unser Leben nicht egal ist! Kann es jetzt ernsthaft alles so weitergehen wie immer? Vielleicht machen wir uns jetzt mal Gedanken darüber, was uns wirklich wichtig ist, für uns selbst und für andere, für unsere Nachbarn – auch unsere Nachbarn in Europa, Asien, Afrika und sonst wo.

Das eine hat wirklich mit dem anderen zu tun: In der Oberstufe macht es Spaß, Neues zu probieren, ferne Horizonte anzusteuern, aufzubrechen mit seinen Freunden, mit der Klasse, seinen Pappenheimern, seinen heimlich oder öffentlich Geliebten ins Weite, Schräge, Seltsame, ins Offene, rauszugehen zum Feuer, Theater zu machen, Projektwoche, sich gegenseitig fit zu machen. Euch einstimmen auf immer weniger Erwachsene, immer weniger Kontrolle, euch zu ermutigen, dass ihr die Fragen stellt, die Fehler macht, die Tränen weint und über die Witze lacht, um voranzukommen, dass ihr allein vor eurer Klasse, eurer Oberstufe, eine Buchvorstellung, eine Facharbeit, ein Theaterstück, ein Musikstück, Eurythmie, entwickelt, gestaltet und euch merkt, ihr könnt nach England, an den Atlantik fliegen oder nach Asien, selbst Dinge hier tun, die schon lange anliegen, die schon ewig dran sind, die endlich angepackt werden wollen, sollen müssen, dürfen, für die ihr auf der Welt seid. Schafft neue Gemeinschaften, Regeln, Ideen, Träume, so dass ihr merkt, was man schaffen kann, zusammen, begeistert, bewegt, übermüdet, brennend für ein Projekt, einen Traum und verschwitzt, aber glücklich zu wissen, dass man lebt!

3. September 2015, Christian Hauck-Hahmann

 


 

Jugend forscht - Team der freien Waldorfschule Landesvizemeister in der Sparte Physik

alt

alt

Die Idee entstand im Physikunterricht: Eine Kugel ist an einem Faden aufgehängt, unten an der Kugel hängt wiederum ein Faden. Je nachdem, ob unten schnell oder langsam gezogen wird reißt der untere oder obere Faden. Silvana Lakeberg fragte, wie sich der Versuch bei einer mittleren Geschwindigkeit dazwischen verhält. Der betreuende Lehrer Thorsten Mitschke ermutigte sie daraufhin, dies im Rahmen eines Jugend forscht-Projektes zu ergründen. Zusammen mit Janne van der Hout und Timo Grimmig entwickelte das Trio ein Simulationsverfahren, das es ermöglicht, genau die Ziehgeschwindigkeit zu bestimmen, bei der die Wahrscheinlichkeit von „Oben oder Unten gerissen“ gleich ist.

Mit dem Regionalsieg in Emden qualifizierten sich die SchülerInnen für den Landeswettbewerb. wo sie sich den 2. Platz sicherten. Zum zweiten Male in Folge ist somit ein Team der Freien Waldorfschule unter der Betreuung von Lehrer Thorsten Mitschke Landesvizemeister in der Sparte Physik.


 

Sanierung der Innenbeleuchtung Abschluss zum 31.12.2014

Die Freie Waldorfschule Oldenburg investiert in die Erneuerung der Innenbeleuchtung und wird dabei von der nationalen Klimaschutzinitiative durch eine finanzielle Förderung unterstützt. Die Maßnahmen führen zur erheblichen Einsparung von Betriebskosten und zur Senkung von CO2-Emissionen.

Das Hauptgebäude der Freien Waldorfschule Oldenburg wurde im Jahr 1928 erbaut. Die Beleuchtungstechnik stammt größtenteils aus den 1960er Jahren und entsprach nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Es wurde daher im Rahmen der Projektförderung festgelegt, in diversen Bereichen die Beleuchtungsanlagen zu sanieren.

Gesamtinvestition:  max. 43.701,50 Euro, davon max. Förderbetrag 17.480,60 Euro; 
Jährliche Stromeinsparung 26.433 kWh/a bzw. 312 Tonnen CO2 über die Lebensdauer; 
durchschnittliche Einsparung 88%.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Beschluss, die Beleuchtung zu sanieren, neben der jährlichen Stromeinsparung auch einen nicht unerheblichen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen darstellt.

FÖRDERUNG

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative (www.bmu-klimaschutzinitiative.de,www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen) profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Förderkennzeichen: 03KS6992     Laufzeit: bis 12/2014
 


 

„EssKurs“-Stern für den Schulküchenverein der Freien Waldorfschule

Verbraucherzentrale verleiht Auszeichnung für verbesserte Schulverpflegung

Oldenburg–Damit eine gute Verpflegung in Schulmensen und Cafeterien gelingt, braucht es Engagement. Mit „Schule auf EssKurs“, einer Maßnahme der Verbraucherzentrale Niedersachsen, hat sich der Schulküchenverein der Freien Waldorfschule Oldenburg in den vergangenen neun Monaten gezielt für die Optimierung der Verpflegungstark gemacht. Als Lohn dafür gab es jetzt einen Stern.

Nach erfolgreicher Bewerbungsphase fiel für den Schulküchenverein nach den Sommerferien 2013 der Startschuss für die Umsetzung der selbst gesteckten Ziele.Diese beinhalteten neben der Optimierung des eigenen Hygienemanagements u.a. durch regelmäßige Schulungen im Besonderen die Förderung eines abwechslungsreichen rein vegetarischen Angebotes mitregionalen und saisonalen Frischekomponenten beim Mittagessen. So wurden die süßen Hauptgerichte in der Häufigkeit reduziert und vermehrt Frischobst als Dessert angeboten. Des Weiteren findetGetreide in Form vonGrünkernbratlingen, Couscous-Gemüsepfannen oder Polentaschnitten seinen Weg auf den Teller um für noch mehr Abwechslung zu sorgen.Im Bereich der Zwischenverpflegung werden jetzt Rohkosttüten angeboten und ergänzen somit das nahezu süßwarenfreie Sortiment.

Sandy Rose, Regionalfachberaterin für Ernährung der Verbraucherzentrale freut sich über diesen Etappensieg: „Bemerkenswert an der Arbeit des Schulküchenvereins ist, dass alle Angebote in der Mittags- und Pausenverpflegung in Bioqualität sind. Denn Bio wird hier tatsächlichgroß geschrieben. Ebenfalls ist es toll zu sehen, unter welchem Einsatz die Mitarbeiterinnen in der Cafeteria trotz der räumlichen Enge wirtschaften.“ Daher habe sich der Schulküchenverein die Auszeichnung auch redlich verdient.

Informationen zu „Schule auf EssKurs“

„Schule auf EssKurs“ ist eine Maßnahme die sich niedersachsenweit an Schulen richtet, die ihre Verpflegung verbessern möchten. Dabei werden sie unter Begleitung des Ernährungsteams der Verbraucherzentrale innerhalb eines Schuljahres bei der Umsetzung ihrer Ziele über mehrere Monate fachlich unterstützt. Bei Erfolg gibt es eine Sterneauszeichnung.

Im Schuljahr 2013/14 haben insgesamt 22 Schulen an „Schule auf EssKurs“ teilgenommen. Davon haben zehn Schulen ihren ersten Stern erhalten. Des Weiteren wurden fünf Schulen mit dem zweiten, drei Schulen mit dem dritten sowie eine mit dem vierten Stern ausgezeichnet. Zwei weitere Schulen erhielten das begehrte Sternesiegel bereits zum fünften Mal.


 altLehrerfortbildungen mit Erasmus+: Zum zweiten Mal erfolgreiche erhöhte Förderzusage für die Freie Waldorfschule Oldenburg

 
Schon im März 2014 hatte Herr Hauck erstmals einen zweijährigen Projektantrag formuliert und durch das Leitungsteam eingereicht, in dem für 10 Mitglieder des Kollegiums 9 Seminare in verschiedenen europäischen Ländern (Spanien, Großbritannien, Island, Schweden, Portugal, Zypern u.a) vorgesehen und im Umfang von knapp € 18.000 gefördert werden können. 

Daran anschließend ist im Herbst 2015 für den Zeitraum 2016-2017 ein zweiter Projektantrag erfolgreich eingereicht worden. Das EU-Programm Erasmus+ für Schulbildung fördert im zweiten Projekt sogar 12 Lehrerfortbildungen im EU-Ausland im Umfang von nun gut € 25.000.

Das Lehrerkollegium ist gespannt auf Austausch mit internationalen Kollegen, neue Anregungen durch andernorts vorbildliche Arbeitsweisen, Inspirationen für neue Unterrichtsinhalte an spannenden Orten und organisatorisch oder didaktisch bewährte Herangehensweisen, die unserer Arbeit hier in Oldenburg neuen Schwung gibt. Die Impulse der bisher besuchten Fortbildungen sind sehr inspirierend für die Arbeit in unserer Mittel- und Oberstufe gewesen und wirken noch nach. 

Ein besonderer Dank geht an die Kollegen, die die intensiven Teilnahmen in englischer Sprache europaweit ermöglichen und sie, etwa in der Verwaltung, sehr hilfreich und mit großem Einsatz unterstützen.

Erste Veranstaltungen in Oxford mit Frau Sommer und in der geteilten Hauptstadt Zyperns Nikosia mit Herrn Hauck-Hahmann haben bereits im Herbst 2014 stattgefunden. Im Sommer 2015 reisten Frau Helwig nach Island und Herr Erlank nach Oxford. Während des Herbstes 2015 begab sich Herr Schoon nach Sevilla, nach Córdoba sowie nach Ceuta (ein spanisches Gebiet in Nordwestafrika südlich von Gibraltar). 

Die FWS Oldenburg war schon in der ersten Antragsrunde 2014 die am höchsten geförderte der insgesamt drei Oldenburger Schulen, die eine Zusage für Erasmus+-Gelder zur Lehrerfortbildung erhielten.

 


Weimarfahrt der 9. Klasse 2014

alt

Am 28. Juni 2014 um 8 Uhr ging es für drei Tage südostwärts in die beschauliche Stadt Weimar in Thüringen. Weimar, Wohnort von Goethe und Schiller, hat eine hübsche Altstadt mit vielen kunstvoll renovierten alten Fassaden, kombiniert mit neuer Schönheit. Auf dem Hinweg haben wir bei der Kreisstadt Nordhausen am Rand des Harzes einen Stopp eingelegt und eine Führung durch das ehemalige KZ Mittelbau–Dora gemacht. Die Führung dort war sehr interessant gestaltet. Sehr beeindruckend war dabei der Gang durch den unterirdischen Bergwerksstollen, der insgesamt ca. 15 km lang ist. Hier waren Tausende Häftlinge untergebracht, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges im Berg versteckt Raketen bauen sollten. In der Dunkelheit, mit dem muffigen und feuchten Geruch konnte man das Leid, die Verzweiflung und die Erschöpfung noch nachspüren, die die ehemals dort Arbeitenden ertragen mussten. Um ca. 18 Uhr erreichten wir die Freie Waldorfschule Weimar, wo wir,direkt an der Ilm auf einem ehemaligen Klostergelände, zweimal übernachtet haben. Am nächsten Tag haben wir uns näher mit Goethe beschäftigt. Wir sind durch den wunderschönen, sehr naturbelassenen Park an der Ilm zu Goethes Gartenhaus gelaufen. Weiter ging es in den Stadtkern, wo wir uns erst einmal mit einer Original Thüringer Rostbratwurst gestärkt und mit einem leckeren Eis verwöhnt haben.  Nun gab es viel Input: Goethes Wohnhaus und gleich hinterher die Goethe-Ausstellung im Museum nebenan. Diese war zwar sehr interessant, aber es gab schon fast zu viele Informationen.  Abends ging es zum E-Werk, wo wir in ungewöhnlicher Umgebung „Goethes Balladen mit Schlagwerk und Geige“ gelauscht haben. Am Montagmorgen heißt es ja eigentlich pünktlich rein in die Klassen, für uns hieß es diesmal schon pünktlich um 7:30 Uhr raus aus den Klassen: Also um 9 Uhr Gepäck in den Bus und um 10 Uhr war Aufbruch zur letzten Besichtigung, des Bauhaus-Museums und der weltberühmten Bauhaus-Universität. Ab 12 Uhr durften wir in unserem Teenagerelement Stadt und Einkaufszentrum unsicher machen. Um 13 Uhr fuhren wir dann hinter dem pompösen ehemaligen Nazi-Verwaltungssitz des „Gauforums“, neben dem sich nun ein Shopping-Tempel befindet, in Richtung Heimat ab. Abschließend kann man sagen: Trotz der vielen Fußmärsche, Museen und vielen Informationen war es ein wunderschönes Wochenende in Weimar.

Isabel Splittgerber

 


Jugend forscht Wettbewerb 2014

Dieses Jahr haben wir,  Maximilian Lübben (20), Freie Waldorfschule Oldenburg , Jan Pawlowitz (19), Freie Waldorfschule Cuxhaven, und Jamir Priesner (19), Freie Waldorfschule Evinghausen, aus der 13. Klasse im Bereich Physik am Jugend-forscht-Wettbewerb teilgenommen. Aus dem privaten Interesse an der so genannten Wasserbrücke entstand unser Projekt „Untersuchungen zur Fadenbewegung im Armstrong-Experiment“ und so beschlossen wir, trotz Abistress, eine Arbeit zu einem bisher unerforschten Phänomen zu schreiben.

alt

alt

Das Armstrong-Experiment stammt aus dem Jahre 1893 und kann bis heute nicht erklärt werden. In diesem Experiment wird zwischen zwei mit Wasser gefüllten Gläsern, an die eine Hochspannung angelegt wird, eine frei schwebende Wasserbrücke mit Hilfe eines Baumwollfadens erzeugt. Dieses Phänomen wird von namhaften Wissenschaftlern untersucht, wobei der Baumwollfaden aufgrund besserer Technik heutzutage nicht mehr notwendig ist und daher nicht mehr verwendet wird.

Im Laufe unserer Versuche, eine stabile Wasserbrücke herzustellen, griffen wir irgendwann auf das Armstrong-Experiment mit dem Baumwollfaden zurück. Als es uns nun gelang, eine Wasserbrücke zu erzeugen, machten wir eine andere Beobachtung. Wenn die Hochspannung angelegt wird, fließt der Faden in eines der Bechergläser und hinterlässt eine Wasserbrücke. Diese Fadenbewegung war es, die unser Interesse weckte. Sie wurde zwar schon 1893 von Armstrong kurz erwähnt, allerdings existiert noch keine Erklärung dafür und es wird auch keine Forschung zu diesem Phänomen betrieben.

Im Rahmen unserer Jugend-forscht-Arbeit haben wir diese Fadenbewegung untersucht und einige interessante Ergebnisse erzielt.

Am 13/14.2.2014 nahmen wir am Regionalwettbewerb in Emden teil und gewannen dort den ersten Preis im Bereich Physik, sodass wir nun zum Landesentscheid am 24.3.14 in die TU Clausthal eingeladen sind. Darüber hinaus erhielten wir den Sonderpreis „Herausragendes Forschungsprojekt“ der Naturforschenden Gesellschaft zu Emden von 1814.

An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an unseren Betreuer Herrn Mitschke, ohne den diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre.


Habe die Gelassenheit...

...Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst, habe den Mut Dinge zu ändern, die du ändern kannst, und habe die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.“ Mit diesen Worten beendete Salomea Genin ihren Vortrag, den sie für 54 Abiturienten und 3 Geschichtslehrer der Freien Waldorfschule Oldenburg am letzten Abend unserer Berlinexkursion hielt. Die 1932 geborene Jüdin floh mit ihrer Familie nach Australien, wo sie während der NS-Zeit lebte, kam 1954 nach Berlin zurück und wurde 1963 Mitglied der SED, was sie bis heute bereut und in ihren Büchern "Scheindl und Salomea" und "Ich folgte den falschen Göttern" verarbeitet. Mit Bildern, einer kleinen Gesangseinlage und viel Herz erzählte sie uns von ihrer widersprüchlichen und bewegenden Geschichte und gab uns somit die Möglichkeit, das Thema Verfolgung und Ausgrenzung der Juden im
NS-Regime sowie das Leben im geteilten Deutschland aus einer persönlichen, subjektiven Perspektive zu erfahren.

Gleich am ersten Abend reisten wir im Jüdischen Museum in die Vergangenheit, um die gesamte Geschichte des deutschsprachigen Judentums und dessen Beziehung zur allgemeinen Deutschen Geschichte von der Zeit der Römer bis zur Gegenwart, insbesondere ihren Einfluss auf die Geschichte Berlins, zu verdeutlichen. Besonders prägend war die einzigartige, ausdrucksstarke Architektur des von Daniel Libeskind gestalteten Neubaus. Der amerikanische Architekt wollte mit der verwinkelten Gestaltung des Gebäudes die Zerstörung jüdischen Lebens in Deutschland physisch erlebbar machen.

Anhand von Originalprotokollen der Wannseekonferenz, sowie einer interessanten Führung durch die Gedenkstätte in der Villa am Wannsee, informierten wir uns über die jüdische Entrechtung und Vertreibung zwischen 1933 und 1939 und über die während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten durchgeführte Deportation, Ghettoisierung und Ermordung der europäischen Juden.

Das Museum „Topografie des Terrors“ bot einen Einblick in die Täter des Nationalsozialismus. An diesem Ort befanden sich von 1933 bis 1945 die Zentralen des nationalsozialistischen Terrors: die Geheime Staatspolizei, die SS-Führung, der Sicherheitsdienst der SS (SD) und das Reichssicherheitshauptamt. Von diesem Ort aus wurde also die Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner des Nationalsozialismus organisiert.

Auch die Kunstinteressierten kamen auf dieser Exkursion nicht zu kurz. In der wunderschönen Sommervilla des jüdischen Malers Max Liebermann konnten wir nicht nur seine Kunstwerke betrachten, sondern auch die beeindruckende Architektur und den weiten Blick über den Wannsee auf uns wirken lassen. Liebermanns Ausspruch „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“, den er beim Betrachten eines Fackelzugs zu Adolf Hitlers Machtübernahme gesagt haben soll, blieb natürlich in Erinnerung und machte seine politische Einstellung gegenüber dem NS-Regime mehr als deutlich.

Bei einer Stadtrundfahrt mit dem Zeitzeugen Thomas Lukow, der während der Teilung Deutschlands in der DDR lebte, bekamen wir nicht nur einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, sondern wurden durch ernsthafte und auch sehr amüsante Anekdoten aus dem Leben von Thomas Lukow unterhalten.

Ein sehr ergreifendes Erlebnis war der Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Der Referent bei der Führung durch das ehemalige Staatssicherheitsgefängnis war dort selbst Insasse und konnte somit von direkten Erlebnissen berichten. Da große Teile der Gebäude und der Einrichtung fast unversehrt erhalten geblieben sind, vermittelt die Gedenkstätte ein sehr authentisches Bild des Haftregimes in der DDR.

Die letzten Tage standen ganz im Zeichen der politischen Gegenwart. Wir besuchten den Bundesrat, sowie das Kanzleramt und das Reichstagsgebäude, wo wir ein Treffen mit dem SPD-Politiker Dennis Rohde hatten, dem Bundestagsabgeordneten für Oldenburg Stadt und das Ammerland, dem wir Fragen zu seinem Beruf und politischen Ereignissen stellen konnten.

Trotz des kalten Winters blieb das Erkunden Berlins auf eigene Faust natürlich nicht auf der Strecke. Nach täglichem Kulturprogramm ließen wir es uns Abends kulinarisch gutgehen und auch das Berliner Nachtleben durfte auf der Exkursion nicht ausgelassen werden.

Lisa Kallage, Jahrgang 13, Schuljahr 2013/2014